Koinzidenzen oder manchmal läuft es

"Also ich geh mit K1 zum Friseur und Du fährst mit der Klennen zum Reiten, wir kaufen ein und fahren mit den Zug zurück." Perfekter Plan für die Familie an einem Samstag. Ach auch dem Weg können wir dann noch schnell was bei Sabine vorbei bringen(das ist ein Detail, welches man sich für später im Bericht merken kann).

Uns ankündigend, dass wir auf dem Weg seien erfahren, dass der Stadtlauf in Bad Ems ist und man deswegen schauen muss wo man parken/durchfahren kann(der zweite Teil ist für den Bericht total unerheblich, gibt aber das ,Gesprochene wieder).

Meine Gattin hält so, dass wir nur über die Brücke müssen um beim Friseur zu landen, naja fast, wir müssen noch durch den Start-/Zielbereich des Stadtlaufes. Da frage ich dann wie weit der Bambinilauf ist und wann der 10er los geht(der Bambinilauf, zu dem ich ja eine besondere Beziehung habe :-) geht über 250 Meter und startet 13:15 Uhr, ist kostenlos und mein Sohn hat ja seine Turnschuhe eh an).

Ab zum Friseur und erst mal warten... (bitte jetzt 60 Minuten Pausenmusik vorstellen, bei unseren Friseur kommt man dran wenn man dran ist und es gibt ausreichend Leutchen die sich rasieren lassen wollen)

Als K1 auf dem Stuhl sitzt, sag ich ihm ich ginge ihn schnell anmelden (ja bei dem Friseur kann man ihn für ein paar Minuten alleine lassen, wenn es einen Ort auf der Welt gibt wo er sicher ist, dann da).

Flux angemeldet und da der 10er erst um 16 Uhr startet (die Info bin ich von vor zwei Absätzen noch schuldig, hat aber wieder keiner bemerkt) und nur 5 EUR+1EUR Nachmeldung kostet, mich gleich mal angemeldet.

Das dauert jetzt schon recht lange mit dem Haareschneiden, Blick auf die Uhr und einkaufen wollen wir ja auch noch (wenn es jemanden interessiert, am Sonntag wollten wir grillen und da brauchte es noch ein paar Zutaten man kennt das). Kind ist fertig und ab geht es zum Einkaufen, wir in Rekordzeit durch den Laden und den Rücksack den ich vorsorglich mit hatte gefüllt.

Es ist 13 Uhr und wir müssen noch ca. 700 Meter zum Start laufen, das wird knapp (ich bringe jetzt etwas Dramatik rein obwohl das nicht nötig ist). Am Start stehen 160! Bambinis zuzüglich gefühlten 750 Müttern/Papas/Omas/Opas und Erzieherinnen da es fast nur Gruppen aus Kindergärten gibt die mitlaufen.

Jacke aus und ins Starterfeld, "geh ganz nach vorne", kann ich meinem Erstgeborenen gerade noch zurufen, da ist er in der Menge verschwunden ( die Startnummer haben wir natürlich schon beim Friseur angesteckt, damit er damit angebenerweise rumlaufen konnte).

Geplant war, das ich zur Hälfte der Strecke geh und ihn anfeuere um dann zum Ziel zu traben und ihn dort in Anfang zu nehmen. Als ich mich auf den Weg mache wird der Lauf aber schon gestartet (zu früh! zumindest laut meiner Uhr, das sollte die sich mal bei den Erwachsenen erlauben).

Also hinterher bzw. mitlaufen, was mit einem gefüllten Rucksack auch eine Herausforderung sein kann. Ich sehe ihn noch an mir vorbei zischen, während andere sich über den Haufen rennen, die Erzieherinnen ständig bemüht sind alle am Laufen zu halten und es überhaupt sehr bunt auf der Strecke zugeht (so ein wenig hatte das ja schon von einem Run auf Sonderangebote).

Ich rette mich ins Ziel und finde dann meinen Sieger ganz schnell. Der sichtlich zufrieden ist mit seiner Leistung und noch begeisterter als ich ihm erzähle, dass er viel schneller war als ich. Er hatte mächtig Spaß wie alle Kinder, alle wurden frenetisch gefeiert und angefeuert, die Strecke gesäumt von eben jenen Eltern/Großeltern die natürlich anfeuerten (das ist sicher ein Weg die jungen Menschen wieder zum Laufen motivieren).

Bei der Siegerehrung (natürlich gab es für alle Bambiniläufer eine Urkunde und ein Geschenk, wie könnte man das nicht machen, siehe was ich in Klammern im vorherigen Absatz schrieb.) mussten wir recht lange warten weil natürlich erst die Kindergärten aufgerufen wurden und zum Schluss die Einzelstarter.

Mein Sohn immer noch hochzufrieden gönnte sich dann am Bahnsteig eine Caprisonne (wir hatten ja Zeit genug weil der Regionalzug nicht ganz so häufig fährt am Wochenende, die Zeit konnten wir auch nutzen, damit ich ihm noch ca. 37 Mal erzählen konnte wie er zu schnell für mich war).

Zu Hause so gegen 14:30 Uhr blitzschnell umgezogen und die Startnummer angeheftet weil ich mir überlegt hatte das Stück nach Ems zu laufen, den 10er zu laufen und dann locker heim zu traben (ja das Grillgut habe ich dann in den Kühlschrank gelegt, vor dem Umziehen).

Da aber K2 auch noch aufs Pferd wollte und ja ausreichend Zeit war, reichte es zeitlich nicht mehr zum Hin laufen nach Ems und so schwang ich mich aufs Rad (kaum losgefahren, tröpfelte es ganz leicht - na super dachte ich, hörte aber auch sofort wieder auf).

Das Rad 100 Meter vom Start weg geparkt, das Longsleeve welches ich zum Radfahren über hatte abgegeben und an den Start, waren ja noch 3 Minuten (es hatten sich zwei Kenianer angemeldet, einfach nur zum Spaß um mitzulaufen, was die so Spaß nennen).

Ab geht es und wie immer zu schnell, weil ich ja nur locker laufen wollte und dachte nimm raus, nimm raus. was ich auch schaffte ( in der zweiten von 6 Runden überholten die Kenianer und ich dachte ich laufe rückwärts...[Endzeit 29:xx für den Ersten]).

Ich lief einfach so für mich hin immer unter 5min/km genau wie ich wollte (irgendwie liebäugelte ich mit einer neuen PB, aber andererseits hatte ich letzte Woche einen Mara gelaufen und in der Woche spritzige 100 Meter Sprints und mich einfach 0 auf einen 10 vorbereitet, also ab Mitte des Rennens auch vollkommen egal).

Wetter war ausgezeichnet und so lief ich locker für mich hin, an den freundlichen Damen des Getränkestandes immer vorbei (Hallo, was soll ich mit Getränken bei einem 10er?), kurz vor dem Ziel sprintete dann noch einer an mir vorbei und ich war mit 46:56 wie ich jetzt nachgesehen habe im Ziel (btw, die Kenianer haben mich dann in Runde 4 noch mal überholt, unfassbar wie schnell das ist, so ein 3er-Schnitt).

Jetzt konnte ich was trinken und schnell noch jemanden aus Meddys-Laufladen fragen ob er einen Arzt kennt der mir das Attest für die TTdR unterschreiben kann (kein Problem, natürlich gab es unter den Läufern einen Arzt und auch aus Bad Ems - so geht das unter Läufern).

Auf dem weg zurück radelnd traf ich dann noch einen Nachbarn, der sich Sören Kah bei der Rheinlandmeisterschaft ansehen wollte (die hat er übrigens mit 30:xx gewonnen, man schaue noch mal schnell auf die Zeiten der Kenianer, es ist so bitte, wobei ich Sören gratuliere, er ist eine unserer Hoffnungen denke ich).

Abends dann und hier schließt sich der Kreis, warf dann eben jene Sabine (erinnert sich noch jemand an den Namen? Jetzt bekommt der Titel auch einen Sinn) ein paar Bilder des Bamibilaufes ins Netz mit einem Hinweis für meine Frau. Schön locker läuft er mein Sohn und mit viel Spaß. Bald macht er einen 1000 Meter Lauf - freu mich drauf.

 

Ich bin den Marathon zu schnell gelaufen

Aber von Anfang an. Durch twitter bzw. Carmen Frisch kam ich zu einem kostenlosen Start beim Mainzer Marathon am 6.Mai. Eine Woche vorher wäre ich eigentlich in Iserlohn um den Seilersee gelaufen, hatte dann aber darauf verzichtet wegen Knie (ist alles gut, Knie geht es prima nach dem Marathon).

Also am Sonntag um kurz vor 6 raus aus den Federn, ab ins Auto und durch den Regen nach Mainz. Eigentlich hatte ich in Wiesbaden parken und dann mit der S-Bahn rüber fahren wollen. Gut das ich es nicht gemacht habe. Das Parkhaus 100 Meter von Start entfernt war zu der Zeit als ich ankam noch leer und man versicherte mir, es wäre heuet kostenlos zu benutzen (stimmte leider nicht...).

Aber früh da zu sein hat ja auch was und so konnte ich meine Unterlagen ohne Schlange stehen abholen. Auf der Marathonmesse - wieder nix dabei für mich, bin einfach kein Gadget-Käufer - dann nette Menschen getroffen. Tom, Steffen und Melanie die Runningfreaks, die am WE zuvor 160 bzw. 140km gelaufen sind, Birger, Mr. Slabon himself, der am Samstag noch schnell in Belgien 60km gelaufen ist. Also mehr so Ultraläufer und fast alle bei der TorTour dabei. Was können die herrlich Unsinn erzählen, "Warmlaufen vor einem Marathon, wieso ist doch alles warm laufen." Was bin ich aufgeregt" etc. hoffentlich haben nicht zu viele das gehört...

Nach einem Kaffee, für den ich dann doch anstehen musste und einer zweiten Runde über die Messe, brachte ich schnell mein Zeugs ins Auto und trollte mich zum Start. Da da noch was raus musste suchte ich nach Dixies, aber ein freundliches Hotel direkt an der Startaufstellung erlaubte den Besuch der Örtlichkeiten - perfekt.

In der Startaufstellung suchte ich dann nach Tom der vielleicht mit mir gemütlich auf 4:30 laufen wollte (er beendete den Lauf in 3:5X also doch etwas schneller), fand ihn aber nicht. Aber beim Rumstehen und gucken fiel mir wieder auf warum ich solche Stadtläufe wohl immer weniger haben möchte. Eingepfercht mit all den Anderen, stand ich bei ganz leichtem Nieselregen dumm rum. In der Ferne startete der Lauf und es brauchte 7 Minuten bis ich zum Start kam, dafür hörte exakt ab Start der Regen auf.

Geplant hatte ich den Lauf in 6:30min/km Schnitt zu laufen und so versuchte ich einfach langsam zu bleiben. Nach drei KM musste ich mich kurz um die Blase kümmern und konnte danach lockerer laufen. Immer einen Tick zu schnell aber nichts schlimmes, schon passend für das gewünschte Tempo. Es war voll, aber so weit hinten dann auch nicht zu voll. Die Verpflegungspunkte waren ordentlich zu erkennen und es gab reichlich, wenn auch recht kaltes Wasser. Kilometer 10 erreichte ich nach 63 Minuten was ungefähr mit der gewünschten Pace passte. Ab jetzt nur noch auslaufen meinte ich zu meinem Laufnachbarn und er fragte wie viele Km noch und ich 32...  Kurz danach habe ich auch Tom und Birger auf einem Wendestück gesehen und gewusst dass ich wohl nicht mit Tom laufen werde, den ich über die Zeit kurz vor mir vermutete.

Die Strecke ist schön flach und man kann einfach so vor sich hinlaufen, bei km 15 oder so fiel mir auf dass ich wahrscheinlich mit unglaublich vielen, sehr gemütlich unterwegs seienden Halbmarathonis auf der Strecke bin. Beim Einlauf auf die Zielgrade für den HM gab es wunderbare Hinweisschilder für die Marathonläufer und schwubs ging es an den feiernden HMlern vorbei auf die zweite Runde und direkt den Mörderanstieg über die Brücke (ach, 2:12 für den HM).

Wie gesagt die Strecke war flach und wie ich fand doch recht langweilig, ein Teil durchs Industriegebiet, ein anderer als Wendestrecke an einer Bahnlinie entlang. Nach der Brücke wenigstens mal durch ein Wohngebiet zur Abwechslung, wobei ich nicht entscheiden mag ob die Häuser für den Mara oder vielleicht einen anderen Umzug geschmückt waren. Stimmungsmässig war hier dann nur an vereinzelten Stellen was zu hören. Wieder zurück auf der Brücke, sprach ich mit einer Französin die sich wegen Magenproblemen schon recht quälte. Wir stellten gemeinsam fest dass es schönere Laufstrecken gibt, aber dei aussicht auf der Brücke doch schon was hat. Sie lies mich dann ziehen und ich zog das Tempo etwas an und erlaubte mir 6er Schnitt, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass sich das irgendwann rächen würde.

Hat es sich aber nicht, ich lief einfach weiter die 5km in je knapp 30 Minuten, trank an dem ein oder anderen VP Wasser/Frubiase-Mix und zwischendurch eine Banane. Auf der zweiten Runde habe ich dann nur noch überholt, was ich ganz witzig fand es zu können. Klasse Orga, wie viele freundliche Helfer so ein Stadtmarathon einfach braucht, habe überhaupt nicht nachgesehen was der eigentlich gekostet hätte, aber von daher ist er seinen Preis wert. Als ich auf die 40km zu lief war ich verwundert wie schnell so ein Marathon doch vorbei sein kann.

Noch das kurze Stück durch die Innenstadt und die Zielgrade entlang. Mit 4:18 ins Ziel, also einen negativen Split, wie gewünscht. Da ging mir ein Satz durch den Kopf den ich schon immer mal schreiben wollte: Ich bin den Marathon zu schnell gelaufen. Sollte ja nur ein Trainingslauf sein und eigentlich als Test für die TTdR und die dort zu erwartende Geschwindigkeit, hat also nicht geklappt.

Die Zielversorgung war dann "interessant" ist das richtige Wort. Als erstes gab es einen riesigen Erdingerstand an dem man dann fragen konnte wo es noch etwas anderes zu trinken gab. Unter der Rheingoldhalle am Eingang zur Tiefgarage, wenn man es mal Gemütlich mag. Neben dem Wasser gab es noch Bananen und Äpfel, ein versteckter Colastand und Kekse. Wenigstens habe ich erfahren das Melanie neue Bestzeit gelaufen ist, bevor ich mich aus der zugigen Unterführung zum Auto verabschiedete.

Wenn mir einer vor 4 Jahren gesagt hätte ich laufe mal einen marathon zum Training hätte ich es wohl belächelt, aber das ich den auch noch zu schnell laufe finde ich dann schon lächerlich.

 

10 Wochen noch - heisse Phase beginnt

ich glaube wenn ich die 100km an Pfingsten sauber über die Bühne bringen will, sollte ich jetzt mal ordentlich trainieren.

Am Wochenende eine Empfehlung für einen Arzt bekommen der mir die Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen kann. Von meinem Orthopädie-Techniker, der nicht mal gezuckt hat als ich gesagt habe ich plane einen 100er. Liegt vielleicht daran, dass sein Vater bei ihm im Laden hängt mit einem Laufbild und einer Marathonzeit von 2h43min und dass er schon mit verschiedenen Leutchen für sowas trainiert hat.

Viele Fahrradkilometer hat er mir empfohlen für die GA1, schaun er mal. Ach und natürlich musste er mir sagen das 100km nicht mehr gesund sind und dass ich mit Fussproblemen doch bitte sofort kommen soll und nicht erst wenn es überall schmerzt.

So jetzt muss ich wieder ans laufen kommen nach der Erkältung und dem nicht gelaufenen Februar. Freue mich darauf, werde dem Plan von Wolfgang Olbrich folgen.

Also, auf gehts.

Der Verfall, ein Trauerspiel in 15 Akten #rodgau50

Ich habe am Samstag 44 Meilen hinter mich gebracht. Bedeutete in Rodgau 14 Runden a 5 Kilometer laufen. Nach jeder Runde habe ich ein Photo von mir gemacht um zu dokumentieren was das wohl in meinem Gesicht auslöst.

Insgesamt habe ich 7h51min netto gebraucht, bin um 7:45 Uhr los und war um 15:55 Uhr fertig. Sehr zufrieden bin ich damit die 50 Kilometer des Laufes in einem sauberen 7er-Schnitt gelaufen zu sein. Die Veranstaltung ist für jeden der gerne Ultra läuft wärmstens zu empfehlen. Wenn man nach ein paar Runden keine Lust mehr hat oder sich als Hase verdingt hat, kann man aussteigen und bekommt trotzdem seine Rundenzeiten ausgewiesen.

Der Streckenrekord ist gefallen und von vielen die ich kenne die persönliche Bestleistung. Das war mein Ziel ja nicht unbedingt, wobei ein Freund meinte ich hätte damit ja eine persönliche Bestleistung über 70 Kilometer gemacht, stimmt auch wieder.

So hier jetzt die Bilder in der Reihenfolge der Runden (nächste Mal rasiere ich mich vorher, und nächste Mal muss ich den Aufnahmewinkel so wählen, dass man das Doppelkinn nicht so sieht).

0 km:

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5 km:

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10 km:

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15 km:

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20 km:

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25 km:

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30 km:

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35 km:

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40 km:

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45 km:

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50 km:

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55 km:

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60 km:

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65 km:

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70 km:

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Wer es bis hier her ausgehalten hat, vielen Dank…

Nächstes Jahr nur 50km in Rodgau, dafür ohne Photoapparat, zumindest beim Laufen.

Aus #Rodgau50 wird #cfb44, nur wegen dem Vex

und das alles nur wegen dieses Artikels von Herr Jablonski.

Im Punkt 11 (Geburtstagsläufchen Alter in Meilen) sah ich eine Chance darauf dann doch mal endlich Ultra zu werden. Am Samstag gibt es in Rodgau den 13. RLT Ultralauf über 50km. Entspannte 10 Runden a 5 Kilometer mit einer Verpflegungsstation auf dem Weg. In 2011 bin ich dort gelaufen. Auch wenn ich nach 30km ausgestiegen bin, so fand ich den Lauf einfach nur schön.

Ich habe mir überlegt, da der Start günstig liegt, könnte das der erste Test für die TTdR-B (TorTourdeRuhr Bambinilauf) werden und gleichzeitig könnte ich „Alter in Meilen“ angehen. Eine Mail an den Veranstalter später war das kein Problem, so lange ich um 10 Uhr am Start stehe, könnte ich vorher machen was ich wollte. Das bedeutet ich laufe gegen 7:30 Uhr los und mache schon mal 4 Runden im lockeren 6:45er Tempo, trinke was und laufe dann um 10 Uhr los zu einem 50km-Lauf.

Markus Schubath war dann noch so freundlich seine Startnummer 44 mit meiner 49 zu tauschen, weil sie bei mir ja ganz gut passen würde. Da ich noch nie so weit gelaufen bin, habe ich keine Ahnung wie lange man dafür braucht. Da ich auf Ankommen laufe, werde ich versuchen mich zu bremsen und langsam zu laufen.

So früh im Jahr einen Ultra um viele nette Menschen zu treffen und ein paar Runden zu drehen. Beim #Twitterlauftreff findet man immer mehr Menschen die dort mitlaufen und faszinierenderweise auch viele die nur Zuschauen wollen (6 Stunden an der Strecke stehen bei dem angekündigtem Wetter, muss man mögen). Diese haben für den Lauf den Hashtag #Rodgau50 gewählt und es gibt die üblichen „Vor-einem-Rennen-erzählen-was-alles-nicht-gehen-wird-Geschichten“.

Aus dem „Alter in Meilen“ Idee und meinen Initialen wurde dann mal schnell mein persönliches Hashtag #cfb44.

Für die aus dem #twitterlauftreff, ich hoffe das ist eine hinreichende Entschuldigung warum ich nicht vorher zum Treffpunkt komme.

Ich kenne ja mittlerweile eine Menge Menschen die so was auch mal im Training laufen, für mich ist die Entfernung neu, daher bin ich etwas gespannt. Wenn es zu langweilig war, mache ich abends einfach noch Intervalle.

Laufen und nicht Laufen

Das alte Jahr mit 20 Kilometer in der letzten Woche beendet. Das neue Jahr mit zwei Wochen a 90 Kilometer begonnen. Diese Woche 13km und mehr nicht, nehme das als Tapering für Rodgau. Frage mich ob aus #Rodgau50 wirklich #cfb44 werden kann. Zumindest bin ich noch im Schnitt den ich mir selbst vorgenommen habe.

Das Laufjahr ist bis Juni ist geplant und für den Herbst gibt es auch schon Anwärter für die Läufe. Könnte ein spannendes Jahr werden wenn ich wieder auf die Piste komme. Aber manchmal sind da diese anderen Sachen die einen abhalten.

Engel und Schlange sind keine Einbildung - mit Beweisphoto

Letztens war ich ja unterwegs und habe beim Laufen Engel und Schlangen gesehen. Vorgestern wollte ich dann antreten die Beweise zu bringen, dass ich nicht unter der Höhenluft gelitten habe.

Also die Kamera eingepackt und los geht’s. Den Berg rauf bemerkte ich wie sich die Unlust in mir einen Weg bahnte und so richtig die Runde vorbei an Engel und Schlange wollte ich dann doch nicht. Also erst einmal meine klassische Runde angehen und dann ein paar Kilometer machen. Nach ein paar hundert Metern stand ich dann vor Waldarbeitern, die meinten ich könne jetzt einmal vorbei aber zurück ginge dann nicht mehr. Also doch eine andere Route suchen. Kaum hatte ich die Absperrung hinter mir gelassen, sah ich mich vor einem weiteren Hindernis, bzw. der Idee vielleicht schon mal den Weihnachtsbaum einzusammeln.

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Kurz vor dem Wendepunkt meiner Hausstrecke überlegte ich, was tun und entschied mich dann doch die Runde zu drehen wie gedacht. Das bedeutete dann leider erst mal weiter bergauf. Vorbei am alten Bergmannsfriedhof.

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Und weiter den Berg hinauf.

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Man sieht aber oben auf dem Bild immerhin schon mal, dass es dort in die Sonne geht. Vorher musste ich mich an einer Weggabelung noch mal entscheiden. Der geneigte Leser wird wissen welchen Weg ich wählte:

 

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Aber nach dem Berg, war ich dann auch schon oben, was sind schon 350 Höhenmeter wenn man gerade dabei ist Engeln zu begegnen. So und jetzt kommt der Engel wirklich nur damit mir alle wieder glauben.

 

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Wo Engel sind, können Schlangen nicht weit sein:

 

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Engel und Schlangen haben ja so was Biblisches und beim nächsten Bild zeigt sich, dass ich nicht weit weg war vom (Läufer-)Paradies. Sehr viel mehr kann man doch von einem Dezemberlauf nicht verlangen oder sehe ich das falsch?

 

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Ergänzend sei zu sagen, von hier an ging es nur noch bergab und die Runde konnte fix beendet werden. Meine Hausrunde bleibt aber wohl erst einmal wegen Waldarbeiten gesperrt. Nächste Runde geht an der Lahn entlang mit maximal 8,5 Höhenmetern.

Laufen mit Schlangen und Engeln und nicht ohne Grund

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Ich muss ja im Dezember noch so einige Kilometer machen, daher bin ich auch gestern los. Ganz klassisch mit Hund den Berg hoch, über die Wiese und auf das nächste Bergstück. Da trafen wir dann auf eine laufende Nachbarin mit Hund. Da meine Hundedame gerade sehr entzückend duftet wie die Herren finden, ist das jetzt nicht so toll trifft man andere Hunde (es nervt). Also bin ich, wissend dass wenn ich meine übliche Runde laufe ich dem Pärchen noch mal begegne, eine andere Runde gelaufen.

Warum macht man das nicht öfter, einfach mal den anderen Weg wählen. Herrlich durch den Wald immer schön bergauf. Ich war dann fast auf dem höchsten Punkt den ich mir hier erlaufen kann und von da an ging es nur noch bergab - immerhin. Aber die Höhenluft muss wohl Auswirkungen auf die Wahrnehmung haben, sah ich doch im Wald Schlangen und Engel stehen, zum Glück wollten die nicht mit mir reden. Jetzt hier so im Tal zweifle ich an mir und habe deswegen beschlossen die Strecke demnächst noch einmal zu laufen und den Photoapparat mit zu nehmen. Dann gibt es auch Photos vom gruseligen Friedhof im Wald, kein Problem.

Rest ist schnell erzählt, nach etwas mehr als einer Stunde war ich dann wieder daheim und durfte dann den Hund ordentlich abtrocknen (freue mich jetzt schon auf den Hochsommer wo das nicht mehr notwendig ist...

Ach ja, warum ich im Dezember noch einige Kilometer machen muss, na wegen dem Herrn Brenner und seinem Aufwindlauf und da bringt jeder KM was.

Bilder und einen von zwei weiteren Gründen warum ich im Dezember noch Kilometer sammle gibt es demnächst hier.

 

Einfach härter trainieren und mal einen Apfel essen

Habe gerade mal wieder über Nahrungsergänzungsmittel (NEM) für Sportler drüben bei der FAZ gelesen. Und möchte eigentlich nur sagen, ich sehe dies genau so. „Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld“, wird ja immer wieder gerne hergenommen als Spruch, zumindest von mir. Im Vorfeld des Frankfurt-Marathon gab es einen Bericht von 4 Herren die bei jedem FFM-M mitgelaufen sind. Da kamen dann so Sprüche wie, „ich hatte keine Socken und einfache Sportschuhe und war damit am schnellsten.“

Heute müssen es ja die perfekt auf den Fuß abgestimmten Schuhe sein, zusammen mit der Kompressionshose, den –Socken, dem –Shirt. Wenn dann noch die richtige Ernährung dazu kommt kann kaum noch etwas schief gehen.

Nehmen wir einmal ganz kurz an die Ernährung – also die NEM - hätte beim Freitzeitsportler mehr als einen Placeboeffekt, dann frage ich mich warum gerade auf kleinen Laufveranstaltungen die Zeiten immer schlechter werden. Ein Trainer meinte letztens zu mir, er hätte die aktuellen Zeiten der Regionalmeister in der Jugend gesehen und die hätten zu seiner Zeit nicht mal Wasserträger sein dürfen. Bei Greif findet sich immer mal wieder die Bemängelung an den Geschwindigkeiten und dem mangelnden Trainingsfleiß der Deutschen Athleten. Ich glaube das ist der Hauptgrund, die Sportler haben einfach nicht mehr rechte Lust sich voll ins Training reinzukämpfen, dort wirklich fokussiert etwas zu leisten. [nur damit das klar ist, ich bin mit meinen Zeiten immer im hinteren Drittel eines Laufes zu finden und schiebe meine Leistungen auf mangelndes Training. Die Entschuldigung für mangelndes Training ist bei mir dann immer die fehlende Zeit, natürlich Unsinn, wenn es mir so wichtig wäre würde ich mehr Zeit freischaufeln.]

Mit all unseren Trainingsmethoden, der perfekt abgestimmten Ernährung, der Ausrüstung passend für jeden Lauf, laufen wir trotzdem nur hinterher. Wenn man dann von einer Industrie erzählt bekommt dass man nur ein paar Mittel nehmen muss um einen Mangel durch die „Überforderung“ auszugleichen, warum soll man das nicht glauben? Aber es ist einer anderen Industrie ja auch gelungen die Leute dazu zu bringen ständig Wasserflaschen mit sich rum zutragen und sie im Glauben zu lassen sie hätten ständig Durst.

 

Was wollte ich eigentlich sagen, genau einfach mal einen Apfel essen.

p.s.: Ich gehe heute noch locker laufen, aber erst später.

Schnell ist auch schön

natürlich gibt es reichlich Leutchen die viel schneller unterwegs sind, aber egal.

Gestern (Dienstag) wollte/sollte/konnte ich ein Runde drehen, musste aber den Hund mitnehmen. Warum auch immer, gerade losgelaufen schon wollte ich zügig den Berg rauf. 2km Strecke 150 Höhenmeter, am Schluss doch etwas anstrengend. Dann auf der Höhe einfach das Tempo halten bis zum Wendepunkt und die Strecke zurück. Bergab geht es wesentlich leichter wie ich fand. Dann von einem Jäger noch eine Ermahnung wegen freilaufendem Hund und so. Das hat mir dann die Pace auf der Strecke und die Zeit kaputt gemacht. Aber es war dennoch die zweitschnellste Zeit auf der Strecke. Frage mich nun wieviel Zeit mich der Jäger gekostet hat.

Heute dann mit Buddy eine lockere Auslaufrunde, altersgerechtes Joggen nennen wir das. Einfach 10km über das flache Land. Wenn ich flach sage, meine ich wirklich flach, Bordsteinkanten gelten hier als Erhebung.

Nächste Woche mache ich mal flach und schnell bei mir ums Eck für Spaß, eigentlich brauche ich ja nur Kilometer und nicht zwingend Geschwindigkeit, aber der Greif-Newsletter war so anregend.

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